Verplant – oder: was ich heute beim Bauen anders machen wuerde

Auf den ganzen tollen Interior-Accounts sieht es ja immer so perfekt aus. Alles stimmt, die Bauherren sind mit allem zufrieden und alles ist beneidenswert. So auch in meinem Instagram-Blog. Perfekte Fotos „verkaufen“ sich einfach besser. Das ist ja in jeder Branche so. Natürlich kann man sich dort auch einiges abschauen und Inspirationen holen. Umso spannender und wissenswerter ist es ja aber eigentlich gerade das zu erfahren, was nicht so perfekt ist. Hilfreiche Tipps worauf man als Bauherr achten müsste, damit es bei einem selbst noch ein bisschen perfekter wird 😉
Klar ist alles eine Frage des Budgets und auf einiges haben wir auch absichtlich verzichtet um die Kosten in unserem Rahmen zu halten. Andere Sachen sind allerdings unabhängig der Kosten einfach aus Unwissenheit „falsch geplant“. Wir wussten es einfach nicht besser und manche Dinge fallen erst im täglichen Gebrauch auf. Um genau diese Dinge soll es heute hauptsächlich gehen.
1. die Ausrichtung unseres Hauses
Durch den B-Plan waren bei uns leider sehr viele Dinge vorgegeben. Auch, dass wir mit der Giebelseite zur Straße bauen muessen. Was an sich ja kein Problem ist, viel mehr die Ausrichtung der Terrasse ist nun das Problem. Wie man auf dem Bild ganz gut sehen kann, ist nun auf unserer Terrasse nicht wirklich viel Sonne. Tagsüber schon, aber ab 18 Uhr versperrt unser Haus der Sonne den Weg auf unsere Terrasse. Das Problem haette man ja ganz leicht lösen koennen, indem man das Haus einfach 3 Meter zurück gezogen haette und die Ausrichtung der Terrasse mehr Richtung Straße gemacht haette.
2. und die Ausrichtung unserer Terrasse
Unsere Terrasse finden wir nach wie vor wunderschön. Allerdings ist sie ein wenig zu groß. Dort haetten wir leicht Kosten einsparen koennen. Zudem haetten wir die Ausrichtung wie schon unter 1 genannt Richtung Straße machen sollen. Also das große Stück der Terrasse nach hinten weg und vorne Richting Straße ran. Also statt rechts vom Erker, links neben den Erker. Auch das haette das Problem mit der fehlenden Sonne am Abend gelöst – wuerde aber nicht so schön aussehen (irgendetwas ist ja immer )
3. fehlende Aussenjalousinen oder Raffstores
Wir lieben unser großen Glaselemente – meistens. Im Sommer verfluchen wir sie oft. Denn trotz Sonnschutzverglasung ist es im Sommer oft wie im Gewächshaus innerhalb unseres Hauses. Bei Außentemperaturen von über 20 Grad c und Sonnenschein, lässt es sich innen kaum aushalten, die Temperatur ist kaum unter 25 Grad C zu bringen. Dies heißt nicht, dass wir auf unsere großen Elemente verzichten wollen wuerden. Wir haetten aber definitiv Sonnenschutz von außen montieren muessen und werden dies spätestens in ein paar Jahren nachholen muessen.
4. Anordnung der Fliesen
Ich habe beim Bauen auf unseren Fliesenleger vertraut als er meinte “ versetzt verlegt man Fliesen heute nicht mehr, das ist out. Die werden nur noch in Kreuzfuge verlegt“. Nun wuensche ich mir oft, wir haettten die Fliesen ganz altmodisch verlegt…
5. Hauswirtschaftsraum oder andere Abstellfläche
Mein Schwager meinte damals zu uns, man koenne den HWR niemals zu groß planen. Recht hatte er. Mit unseren fast 10qm erschien mir unser HWR mehr als ausreichend groß. Ist er aber nicht. Durch unsere sehr offene Raumplanung im EG muss man irgendwo die Möglichkeit haben, nicht so ansehnliche Sachen abzustellen oder zu verstauen. Wenn wir nun den Wäscheständer aufstellen, ist durch unseren Nebeneingang kein durchkommen mehr…
6. größerer Flur im Obergeschoss
Wir haben beim Bauen absichtlich auf einen großen Flur im OG verzichtet im mehr Platz für die Räume zu schaffen. Absichtlich auch kein Problem. Erst beim Einbau unseres Treppenschutzgitters stellte uns dies vor ein Problem. Es ist Millimeterarbeit mit unserem kleinen Beståschränkchen dort. Und ist das Treppenschutzgitter auf, kommt man nicht in die Kinderzimmer…
7. Ausrichtung der Spots
Die Platzierung der Deckenspots ohne zu wissen wo man welche Möbel mal stellen moechte ist keine leichte Aufgabe. Die Überlegung dann einen jeweils in die Dusche zu setzen um dort ausreichend Licht zu haben. Soweit so gut. Nur sieht es wirklich doof aus, wenn dann der Duschkopf eingebaut ist…
8. zu guter letzt kommen wir zum Spitzboden
Hier gibt es gleich zwei Dinge die ich heute anders machen wuerde. Ersteinmal wuerde ich diesen direkt dämmen. Wir haben es nicht gemacht und nun nach dem Winter sind einige Sachen spakig geworden und koennen entsorgt werden. Dadurch, dass wir die Treppe zum Spitzboden falsch setzen lassen haben, koennen wir nur den einen Teil des Dachbodens gut nutzen. Der andere ist nur durch einen riskanten Einsatz seines Lebens zu erreichen 😄 (und ja, wir haben einen Pappaufsteller von uns auf dem Dachboden stehen, dies ist aber eine andere Geschichte)…

2 Kommentare zu „Verplant – oder: was ich heute beim Bauen anders machen wuerde

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  1. Schöner Beitrag, gerade für angehende Bauherren super hilfreich 🙂
    Dass der Aufsteller noch lebt hätte ich aber nicht gedacht, gerade bei dem ordnungswahn deines Mannes 😁

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  2. Sehr schöner Blog-Post! Wir haben auch gebaut – und ich könnte auch so einen Text schreiben… 😂 nicht umsonst gibt es wohl diesen Spruch: „Beim zweiten Mal macht man es dann richtig!“ 😉
    Danke für diesen Einblick! Liebe Grüße!

    Gefällt 1 Person

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